Zusammenfassung
Eine Sepsis ist ein lebensbedrohliches Krankheitsbild, das infolge einer dysregulierten Immunantwort auf eine Infektion entsteht und zu Organdysfunktionen sowie ggf. zu einem septischen Schock führen kann. Sie stellt weltweit eine der häufigsten Todesursachen im Kindesalter dar. Seit 2024 gilt der Phoenix-Sepsis-Score als pädiatrische Konsensusdefinition und unterstützt die frühe Identifikation einer Sepsis (≥2 Punkte im Phoenix-Sepsis-Score). Ein septischer Schock liegt vor, wenn zusätzlich eine kardiovaskuläre Dysfunktion besteht.
Die Ätiologie umfasst neben bakteriellen Infektionen auch virale, fungale und andere Erreger. Klinisch präsentiert sich die Sepsis häufig unspezifisch mit Fieber, Tachykardie, Zeichen der Organfunktionsstörung sowie Schocksymptomen. Die Diagnostik erfolgt parallel zur Therapie und umfasst Blutkulturen, Lactatbestimmung, die Evaluation von Entzündungs- und Organfunktionsparametern sowie die Abklärung des zugrunde liegenden Infektionsfokus.
Die Therapie ist zeitkritisch und basiert auf einer frühzeitigen Diagnosestellung, dem raschen Beginn eines Breitbandantibiotikums innerhalb einer Stunde sowie der hämodynamischen Stabilisierung. Im Vordergrund der Diagnostik und Therapie steht die Umsetzung des pädiatrischen 1-Stunden-Sepsis-Bündels mit frühzeitiger empirischer Antibiotikatherapie und hämodynamischer Stabilisierung durch intravenöse Flüssigkeitsbolusgaben und ggf. vasoaktiver Unterstützung.
Dieser Artikel bezieht sich auf Säuglinge, Kinder und Jugendliche zwischen 1 Monat und 18 Jahren. Für Neugeborene: Siehe Neugeborenensepsis.
Definition
Kriterien
- Sepsis (pädiatrisch): Infektion (vermutet oder nachgewiesen) und ≥2 Punkte im Phoenix-Sepsis-Score
- Septischer Schock (pädiatrisch): Sepsis und ≥1 kardiovaskulärer Punkt im Phoenix-Sepsis-Score
Alte Kriterien [1][2][3]
- Sepsis: Vermutete oder nachgewiesene Infektion und SIRS [4]
- Schwere Sepsis: Sepsis und ≥1 Organversagen [4]
Epidemiologie
- Weltweit treten die Hälfte der insg. 50 Mio. Sepsis-Fälle/Jahr bei Kindern und Jugendlichen ≤18 Jahre auf [6]
- Ca. 25 Mio. Sepsis-Fälle/Jahr (>80% bei Säuglingen und Kindern <5 Jahre)
- Ca. 3 Mio. Todesfälle/Jahr
- Deutschland
25 Mio. Kinder hatten weltweit 2017 eine Sepsis, 3 Mio. von ihnen starben! [1]
Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die epidemiologischen Daten auf Deutschland.
Ätiologie
Häufige Infektionsherde für Sepsis bei Kindern
- Haut- und Weichteilinfektionen
- Atemwegsinfektionen, v.a. Pneumonie bei Kindern
- Harnwegsinfektionen im Kindesalter
- Akute infektiöse Gastroenteritis im Kindes- und Jugendalter
- Katheterassoziierte Infektionen
- Meningitis
- Osteomyelitis im Kindes- und Jugendalter
- Infektiöse Endokarditis im Kindes- und Jugendalter
Häufige Erreger
- Bakterien
- Viren
- Nosokomiale Blutstrominfektionen
- In Risikobereichen
- MRGN, die bspw. ESBL bilden
- MRSA
- Pilzinfektionen, bspw. Candida spp.
- Clostridium difficile
- Pseudomonas aeruginosa
Risikofaktoren
- Alter <12 Monate
- Immunsuppression
- Verweilkatheter (insb. ZVK)
- Schwerwiegende Komorbiditäten (bspw. genetische Grunderkrankungen, Fehlbildungen wie angeborener Herzfehler, neurologische Grunderkrankungen, onkologische Erkrankung)
Alle infektiologischen Erreger – Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen, selten sogar Helminthen – können eine Sepsis auslösen! Im Kindesalter sind jedoch meist Bakterien oder Viren ursächlich.
Pathophysiologie
- Siehe: Sepsis - Pathophysiologie
- Besonderheiten im Kindes- und Jugendalter [2]
- Geringerer Gewebewiderstand → Früheres Kapillarleck
- Kompensatorische Herzzeitvolumenerhöhung bei Säuglingen/Kleinkindern oft unzureichend → Gestörte Mikrozirkulation (marmorierte Haut, Rekapillarisierungszeit↑)
- Zusätzlich oft beeinträchtigte Myokardfunktion → Unzureichende Kompensation; persistierende Gewebehypoxie kann in Multiorganversagen münden
- Blutdruck ggf. trotz septischem Schock normwertig
Symptomatik
- Unspezifische Symptome
- Fieber oder Hypothermie
- Ggf. Schüttelfrost
- Tachypnoe
- Tachykardie, arterielle Hypotonie
- Perfusionsstörung
- „cold shock“ mit Zeichen der Zentralisation: Marmorierte Haut, kühle Extremitäten, Rekapillarisierungszeit↑
- „warm shock“ mit warmen Extremitäten und Rekapillarisierungszeit↓
- Ggf. Effloreszenzen
- Feinfleckiges flüchtiges Exanthem
- Purpura (Petechien, Sugillationen und Ekchymosen)
- Fortgeschrittene Organfunktionsstörungen
- Bewusstseinsstörung, reduzierter GCS
- Krampfanfall
- Respiratorische Insuffizienz, Hypoxie
- Oligurie/Anurie
- Erbrechen, Durchfall
- Hepatosplenomegalie, Ikterus
- Zusätzliche Merkmale bei Säuglingen
- Muskelhypotonie
- Irritabilität, Berührungsempfindlichkeit, Apathie
- Trinkschwäche
Ein normwertiger Blutdruck schließt im Kindesalter einen septischen Schock nicht aus!
Diagnostik
Initiale Diagnostik [1][2]
- Klinische Untersuchung, Messung der Vitalparameter
- Kontinuierliches Monitoring
- Blutabnahme
- CRP↑, Procalcitonin↑
- Großes Blutbild
- Serum-Lactat↑
- Prothrombinzeit↑, PTT↑, INR↑, Fibrinogen, D-Dimere
- BGA
- Kreatinin↑, Leberwerte↑
- Blutkulturen
- Vor Antibiotikagabe
- Abnahme aus Kathetern erlaubt
- Für Materialauswahl siehe: Pädiatrische Blutkulturflaschen und Blutvolumina
- Ausblick Molekulardiagnostik [7]
- PCR: Bisher nicht routinemäßig in der Initialdiagnostik
- Next Generation Sequencing: Könnte in Zukunft eine schnelle Erregeridentifikation selbst unter antibiotischer Therapie ermöglichen
| Pädiatrische Blutkulturflaschen und Blutvolumina [1][2][7] | |
|---|---|
| Körpergewicht/Altersklasse | Mindestblutvolumen (Blutkulturflasche(n)) |
| Frühgeborene | 1× 1 mL (Päd-Blutkulturflasche) |
| <10 kgKG / reife Neugeborene und Säuglinge | 1× 1–3 mL (Päd-Blutkulturflasche) |
| 10–20 kgKG / Kleinkinder | 2× 5 mL (aerob und anaerob) |
| >20 kgKG / Kinder und Jugendliche | 2× 10 mL (aerob und anaerob) |
| Erwachsene | 2× 20 mL (aerob und anaerob) |
Blutkulturen müssen vor der Verabreichung von Antibiotika abgenommen werden – es sei denn, dies verzögert die Therapie!
Das Erkennen einer Sepsis und der Therapiebeginn sind zeitkritisch! Jede Stunde Therapieverzögerung erhöht die Letalität deutlich.
Diagnosestellung
- Siehe: Phoenix-Sepsis-Score
Weitere Diagnostik zur Identifizierung des Infektionsherdes
- Mikrobiologische Kulturen aus Probenmaterial möglicher Infektionsherde, bspw. Urin, Liquor, Pleurasekret, Abszesspunktat
- MRT, CT, selten PET
- Multiplex-PCR insb. bei antibiotischer Vortherapie
- Röntgen-Thorax
- Urinstatus und Urinkultur
- Liquordiagnostik
Bei Sepsis ohne erkennbare Ursache sollte eine ausgedehnte Fokussuche innerhalb von 3 h stattfinden! [2]
Phoenix-Sepsis-Score
- Definition: Screeningtool zur Detektion und Schweregradbeurteilung einer Sepsis und eines septischen Schocks bei Kindern und Jugendlichen
| Phoenix-Sepsis-Score [1][2][8] | |||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Punkte | Respiratorisch | Kardiovaskulär | Hämostaseologisch | Neurologisch | |||||||||||
| Vasoaktive Medikamente | Lactat | MAD | |||||||||||||
| 0 Punkte |
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| 1 Punkt |
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| 2 Punkte |
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| 3 Punkte |
| — | — | — | — | — | |||||||||
Beurteilung (max. 13 Punkte)
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Differenzialdiagnosen
- Im Schockzustand
- Bei Multiorganbeteiligung
AMBOSS erhebt für die hier aufgeführten Differenzialdiagnosen keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Therapie
Checkliste: Pädiatrisches 1-Stunden-Sepsis-Bündel [2]
- Gefäßzugang i.v. oder i.o. legen
- Serum-Lactat messen
- Blutkulturen entnehmen
- Breitspektrum-Antibiotikatherapie beginnen („Hit hard and early“) [9]
- Volumentherapie beginnen
- Katecholamine bei septischem Schock oder persistierender Hypotonie beginnen
- Ggf. Intubation und Beatmung
Sepsis und septischer Schock erfordern eine sofortige Behandlung inkl. unverzüglicher hämodynamischer Stabilisierung!
Die Antibiotikatherapie soll schnell, breit, hochdosiert und insb. bei septischem Schock innerhalb von 1 h begonnen werden!
Antiinfektive Therapie
Prinzip [1]
- Möglichst früher Beginn: Unmittelbar nach Abnahme der Blutkultur
- Auswahl der Antibiotika
- Empirisch
- Antibiogrammgerechte Therapieanpassung bei Erregernachweis im Verlauf
- Geeignete Wirkstoffe
- Cephalosporine der 3. oder 4. Generation , Piperacillin/Tazobactam, Carbapeneme
- Ggf. in Kombination mit Aminoglykosiden
- Bei MRSA- oder MRSE-Verdacht: Kombination mit Glykopeptidantibiotika
- Bei abdomineller Infektion: Anaerobier wirksame Antibiotika
- Bei V.a. Kandidämie: Antimykotische Therapie
- Dosierungshinweise
- β-Lactam-Antibiotika: Infusionsdauer verlängern
- Bei ZNS-Infektion: Erhöhung der Dosis
- Bei Leber- und Nierenfunktionsstörungen: Dosisanpassung, β-Lactam-Antibiotika aber erst nach 24h
- Fokussanierung: Möglichst frühzeitig
- Reevaluation: Nach 48–72 h
Wirkstoffe und Dosierungen
| Antiinfektive Therapie bei Sepsis im Kindes- und Jugendalter [1][2] | ||
|---|---|---|
| Erregerspektrum | Therapie | Alternative |
| Ambulant erworben , Immunsuppression , Fremdmaterial |
|
|
| Nosokomial erworben; septischer Schock |
|
|
| Hinweis auf STSS oder SSSS |
| — |
| Hinweis auf Kandidämie |
| |
Therapie bei (drohendem) septischem Schock [1]
- Ziel: Therapieansprechen
- Rekapillarisationszeit <2 s
- Normalisierung der Herzfrequenz
- Normalisierung des Bewusstseins (GCS)
- Normalisierung der Urinausscheidung
- Normalisierung des Serum-Lactat-Wertes
- Maßnahmen (zusätzlich zur antiinfektiven Therapie)
- Aggressive Volumentherapie
- Sicherung der Atemwege, ggf. Intubation und Beatmung
- Katecholamine
- Bei Toxic-Shock-Syndrom (STSS oder SSSS): IVIG
- Ggf. ECMO
Volumentherapie
- Indikation: Sepsisinduzierte Hypoperfusion bzw. septischer Schock
- Wirkstoff: Isotone balancierte Vollelektrolytlösung, bspw. Ringer-Lactat-Lösung [7][9]
- Reevaluation: Nach jedem Bolus Herzfrequenz, Blutdruck, Rekapillarisationszeit
- Hämodynamik weiter instabil: Erneuter Bolus
- Keine Intensivstation verfügbar: 40 mL/kgKG insg. in der 1. Stunde
- Intensivstation verfügbar: 40–60 mL/kgKG insg. in der 1. Stunde
- Kein ausreichendes Ansprechen auf die Volumentherapie: Katecholamine
Katecholamine
- Indikation: Septischer Schock und
- Unzureichende Reaktion auf Volumentherapie
- Anzeichen von Flüssigkeitsüberladung
- Myokardiale Dysfunktion
- Wirkstoffe
- Noradrenalin, Adrenalin
- Wenn höhere Dosierungen erforderlich sind: Katecholamin hochtitrieren oder Vasopressin ergänzen [9]
- Diagnostik: Echokardiografie
Weitere Therapie
- Indikation
- Unzureichende Kreislaufstabilisierung trotz Volumen- und Katecholamintherapie
- Maßnahmen
- Hydrocortison i.v. erwägen: Bei V.a. Nebennierenrindeninsuffizienz [7][9]
- Intubation und mechanische Beatmung [7]
- ECMO
- Supportiv
- Bluttransfusion bei Hb <7 g/dL, bei instabiler Kreislaufsituation Hb <9 g/dL
- Frühzeitiger enteraler Kostaufbau, alternativ parenterale Ernährung ab 5.–7. Tag
- Normoglykämie <180 mg/dL anstreben, ggf. Insulintherapie
Ausblick: Neue Therapieansätze (bisher nur im Rahmen von Studien) [7]
- Immunphänotypisierung und personalisierte Immunmodulatoren
Komplikationen
Schwere Akutkomplikationen
- Schock
- Pädiatrisches ARDS
- DIC
- Multiorganversagen
- Tod
Folgeschäden
- Post-Sepsis-Syndrom
- Persistierende Immunsuppression → Rezidivierende schwere Infektionen
- Persistierende Organdysfunktion
Es werden die wichtigsten Komplikationen genannt. Kein Anspruch auf Vollständigkeit.
Prognose
Innerklinische Mortalität
- Sepsis
- 7% bei umfangreichen Ressourcen
- 29% bei niedrigen Ressourcen
- Septischer Schock
- 11% bei umfangreichen Ressourcen
- 34% bei niedrigen Ressourcen
Prävention
Primärprävention
-
Prävention von Infektionen
- Standardimpfungen
- Antibiotikaprophylaxe
- Prävention nosokomialer Infektionen
- Maßnahmen auf Bevölkerungsebene
Sekundärprävention
- Ggf. Screening auf Sepsis bei akut kranken Kindern
Tertiärprävention
- Frühzeitige Erkennung und Behandlung von Infektionen
- Klinikeigene SOPs
- Nach akuter Erkrankung frühzeitige Rehabilitationsmaßnahmen
- Aufklärung über und Nachuntersuchungen zum Post-Sepsis-Syndrom
Kodierung nach ICD-10-GM Version 2026
Sepsis
- A40.-: Streptokokkensepsis
- Exklusive: Beim Neugeborenen (P36.0-P36.1), Nach Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft (O03-O07, O08.0), Puerperal (O85), Unter der Geburt (O75.3)
- A40.0: Sepsis durch Streptokokken, Gruppe A
- A40.1: Sepsis durch Streptokokken, Gruppe B
- A40.2: Sepsis durch Streptokokken, Gruppe D, und Enterokokken
- A40.3: Sepsis durch Streptococcus pneumoniae
- Sepsis durch Pneumokokken
- A40.8: Sonstige Sepsis durch Streptokokken
- A40.9: Sepsis durch Streptokokken, nicht näher bezeichnet
- A41.-: Sonstige Sepsis
- Exklusive
- Bakteriämie o.n.A. (A49.9), Nach Abort, Extrauteringravidität oder Molenschwangerschaft (O03-O07, O08.0)
- Sepsis (durch) (bei): aktinomykotisch (A42.7), Aspergillus (B44.70), beim Neugeborenen (P36.‑), Blastomyces (B40.70), Candida (B37.7), Coccidioides (B38.70), Cryptococcus (B45.70), Erysipelothrix (A26.7), extraintestinale Yersiniose (A28.2), Gonokokken (A54.8), Herpesviren (B00.70), Histoplasma capsulatum (B39.30), Listerien (A32.7), Melioidose (A24.1), Meningokokken (A39.2-A39.4), Milzbrand (A22.7), Mucorales (B46.40), Paracoccidioides (B41.70), Pest (A20.7), Pilze o.n.A. (B48.80), Protozoen o.n.A. (B60.80), puerperal (O85), Sporothrix (B42.70), Streptokokken (A40.‑), Tularämie (A21.7), Viren o.n.A. (B34.80), Syndrom des toxischen Schocks (A48.3), Unter der Geburt (O75.3)
- A41.0: Sepsis durch Staphylococcus aureus
- A41.1: Sepsis durch sonstige näher bezeichnete Staphylokokken
- A41.2: Sepsis durch nicht näher bezeichnete Staphylokokken
- A41.3: Sepsis durch Haemophilus influenzae
- A41.4: Sepsis durch Anaerobier
- A41.5-: Sepsis durch sonstige gramnegative Erreger
- Sepsis durch gramnegative Erreger o.n.A.
- A41.51: Escherichia coli (E. coli)
- A41.52: Pseudomonas
- A41.58: Sonstige gramnegative Erreger
- A41.8: Sonstige näher bezeichnete Sepsis
- A41.9: Sepsis, nicht näher bezeichnet
- Exklusive
- A02.-: Sonstige Salmonelleninfektionen
- A02.1: Salmonellensepsis
- A20.-: Pest
- A20.7: Pestsepsis
- A22.-: Anthrax (Milzbrand)
- A22.7: Milzbrandsepsis
- A26.-: Erysipeloid
- A32.-: Listeriose
- A32.7: Listeriensepsis
- A39.-: Meningokokkeninfektion
- A39.2: Akute Meningokokkensepsis
- A39.3: Chronische Meningokokkensepsis
- A39.4: Meningokokkensepsis, nicht näher bezeichnet
- Meningokokken-Bakteriämie o.n.A.
- A42.-: Aktinomykose
- A54.-: Gonokokkeninfektion
- A54.8: Sonstige Gonokokkeninfektionen
- Sepsis durch Gonokokken
- Endokarditis† (I39.8*), Hautläsionen, Hirnabszess† (G07*), Meningitis† (G01*), Myokarditis† (I41.0*), Perikarditis† (I32.0*), Peritonitis† (K67.1*), Pneumonie† (J17.0*) durch Gonokokken
- Exklusive: Gonokokkenpelviperitonitis (A54.2)
- A54.8: Sonstige Gonokokkeninfektionen
- B00.-: Infektionen durch Herpesviren (Herpes simplex)
- B00.7: Disseminierte Herpesvirus-Krankheit
- Sepsis durch Herpesviren
- B00.7: Disseminierte Herpesvirus-Krankheit
- B37.-: Kandidose
- O75.-: Sonstige Komplikationen bei Wehentätigkeit und Entbindung, anderenorts nicht klassifiziert
- O85: Puerperalfieber
- Inklusive: Kindbettfieber, Puerperal: Endometritis, Peritonitis, Sepsis
- Exklusive: Pyämische und septische Embolie während der Gestationsperiode (O88.3), Sepsis unter der Geburt (O75.3)
- T81-: Komplikationen bei Eingriffen, anderenorts nicht klassifiziert
- T81.4: Infektion nach einem Eingriff, anderenorts nicht klassifiziert
- Abszess, Sepsis nach medizinischen Maßnahmen
- Exklusive: Infektion (durch) Infusion, Transfusion oder Injektion zu therapeutischen Zwecken (T80.2), Prothesen, Implantate und Transplantate (T82.6-T82.7, T83.5-T83.6, T84.5-T84.7, T85.7‑), Infektion der Wunde nach operativem geburtshilflichen Eingriff (O86.0)
- T81.4: Infektion nach einem Eingriff, anderenorts nicht klassifiziert
- T88.-: Infektion nach Impfung (Immunisierung)
Septischer Schock
SIRS
- R65.-!: Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS)
- R65.0!: Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS) infektiöser Genese ohne Organkomplikationen
- R65.1!: Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS) infektiöser Genese mit Organkomplikationen
- R65.2!: Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS) nichtinfektiöser Genese ohne Organkomplikationen
- R65.3!: Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS) nichtinfektiöser Genese mit Organkomplikationen
- R65.9!: Systemisches inflammatorisches Response-Syndrom (SIRS), nicht näher bezeichnet
Kodierung von Organkomplikationen
- N17: Akutes Nierenversagen
- J96.0: Akutes respiratorisches Versagen
- K72.0: Leberversagen
- G93.4: Enzephalopathie, nicht näher bezeichnet
- I42.8: Sonstige Kardiomyopathien
- D65: Disseminierte intravasale Gerinnungsstörung
G62.-: Sonstige Polyneuropathien
- G62.8-: Sonstige näher bezeichnete Polyneuropathien
- Strahleninduzierte Polyneuropathie
- G62.80: Critical-illness-Polyneuropathie
Quelle: In Anlehnung an die ICD-10-GM Version 2026, BfArM.